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Innovative BIM-Forschung im bim.labor der Hochschule Mainz

Das bim.labor ist eine Forschungseinrichtung für den interdisziplinären Austausch zwischen Wissenschaft, Lehre und Praxis an der Hochschule Mainz. Forschungsgegenstand ist die Arbeit mit und Weiterentwicklung von BIM – von digitaler Bauaufnahme bis zu automatisierten Planungsprozessen. Der Gebäudebetrieb gehört nicht zu den Aufgaben des bim.labors.

Das Labor unterstützt Lehrende bei der Integration BIM-gestützter Formate und begleitet Forschungsprojekte rund um digitale Planung und Bauausführung. Studierende können sich verschiedene technische Geräte wie Virtual Reality (VR)-Brillen, Kameras und Scanner ausleihen, um ihnen eine möglichst realitätsnahe und praktische Arbeit an Bauprojekten zu ermöglichen. 

Forschungsprojekte können über das bim.labor verschiedene digitale Dienstleistungen in Anspruch nehmen, zum Beispiel Cloud-Lösungen für kollaboratives Arbeiten oder Virtual Reality für die 3D-Visualisierung von BIM-Modellen. 

Das bim.labor verfügt über eine erweiterte technische Infrastruktur, darunter 3D-Laserscanner, SLAM-Scanner (Simultaneous Localization and Mapping) und leistungsfähige Workstations, die einen vollständigen durchgängigen BIM-Workflow von der Bestandsaufnahme bis zur Modellprüfung ermöglichen.

Darüber hinaus unterstützt das Labor aktiv bei der Implementierung digitaler Prozesse in Forschungs- und Praxisprojekten und bietet Cloud-basierte kollaborative Plattformen der Hochschule für interdisziplinäres Arbeiten an.

Digitale Zwillinge für die Hochschullehre

Das Labor erstellt Digitale Zwillinge für die Hochschullehre und Forschung. Ein Beispiel ist das LUX Pavillon auf dem Campus: Der gläserne Pavillon wurde vollständig gescannt und als detailgetreues BIM-Modell umgesetzt. Über Live-Sensoren werden Raumklima, Belegung und Energie kontinuierlich gemessen und abgebildet. Der Digitale Zwilling dient Studierenden als Datenbasis für Bachelor- und Masterprojekte. Zukünftig soll er auch für BIM-Lehre, Forschung und Gebäudebetrieb genutzt werden. 

Im LUX-Pavillon wurden unterschiedliche Sensortypen (Klima, Präsenz, Energie) direkt mit dem digitalen Modell verknüpft. Dadurch lässt sich der Gebäudebetrieb in Echtzeit analysieren – ein zentraler Schritt, um Lebenszyklusdaten praktisch in die Lehre zu integrieren.

Studierende können den Zwilling nicht nur für Entwurfs- oder TGA-Planungen nutzen, sondern auch für Betriebsanalysen, Simulationen und Optimierungen des realen Gebäudebetriebs.

Breite Vernetzung von Forschung und Praxis

Partner aus Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft arbeiten im bim.labor eng zusammen und entwickeln praxistaugliche Lösungen für das Bauwesen. Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Disziplinen erforschen gemeinsam praxisnahe BIM-Formate, setzen Pilotprojekte um und entwickeln neue Standards. Mitarbeitende und Studierende arbeiten über laboreigene Plattformen zusammen. Darüber können sie 3D-Modelle teilen und gemeinsam in immersiven Umgebungen an BIM-Projekten arbeiten. 

Das bim.labor fungiert als Schnittstelle zwischen Hochschule und Praxis und ist Teil eines wachsenden Netzwerks aus Unternehmen, Forschungsinstituten und öffentlichen Einrichtungen. Damit stärkt es den Wissenstransfer und beschleunigt die Anwendung digitaler Methoden im Bauwesen.

Durch die Integration von Betriebsszenarien – etwa beim Digitalen Zwilling des LUX-Pavillons – wird der gesamte Lebenszyklus digital abgebildet, sodass Lehr-, Forschungs- und Betriebsdaten erstmals konsistent miteinander verknüpft sind.

Die Hochschule Mainz möchte ihr Netzwerk weiter ausbauen und lädt alle Unternehmen, die Teil der Forschungseinrichtung sein möchten, herzlich ein.

Im Auftrag von:

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