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Women in BIM – Ein internationales Netzwerk für Sichtbarkeit, Austausch und Förderung

Aus der BIM Welt

Women in BIM – Warum dieses Netzwerk relevant ist

Women in BIM ist ein globales, nicht-kommerzielles Netzwerk für Fachleute im digitalen Bauwesen und BIM-Umfeld. Es richtet sich an Frauen und an jede Person, die im Bereich Building Information Modeling und digitale Bauprozesse arbeitet oder sich dafür interessiert. Ziel des Netzwerks ist es, Frauen sichtbarer zu machen, zu vernetzen, ihre Kompetenz in digitalen Rollen zu stärken und strukturelle Barrieren im Architecture, Engineering, Construction (AEC-Bereich) anzugehen.

Die Organisation setzt auf Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion als Kernprinzipien und arbeitet daran, Talente zu integrieren, Fähigkeiten zu fördern und Respekt beziehungsweise Chancengleichheit in der Bauindustrie zu verbessern. 

 

Entstehung: Warum es gegründet wurde

Die Initiative wurde 2012 von Rebecca De Cicco ins Leben gerufen. Sie war selbst in digitaler Bauleitung und BIM-Beratung aktiv und stellte fest, dass Frauen in führenden BIM-Rollen, bei Konferenzpodien und in Sichtbarkeit stark unterrepräsentiert waren. Aus dieser Lücke heraus entstand die Idee eines Netzwerks, das Sichtbarkeit, Austausch und Förderung über Länder- und Markgrenzen hinweg konkret adressiert.

Women in BIM war von Anfang an als Mitglieds-Community ohne Eintrittsgebühr angelegt. Es geht nicht darum, Exklusivität zu schaffen, sondern vorhandene Kompetenz sichtbar zu machen und eine Infrastruktur für Austausch und Förderung bereitzustellen. 

 

Was Women in BIM konkret macht

Women in BIM verfolgt einen klar praxisorientierten Ansatz, der auf langfristige Förderung und echte Wirkung ausgerichtet ist. Ein zentrales Element ist das formale Mentoring-Programm, in dem erfahrene BIM-Fachleute Mentees über einen Zeitraum von sechs bis neun Monaten begleiten. Der Fokus liegt dabei nicht auf punktuellen Ratschlägen, sondern auf nachhaltiger beruflicher Entwicklung und persönlicher Stärkung. Das Programm ist offen für alle Geschlechter, richtet sich jedoch gezielt an Frauen im digitalen Bauumfeld.

Ergänzt wird dies durch eine aktive internationale Community. Women in BIM organisiert eigene Veranstaltungen, ist Kooperationspartner bei Konferenzen und Panels und fördert regionale wie globale Meetups. Inzwischen ist die Community in mehr als 50 Ländern vertreten und wächst kontinuierlich.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem strukturierten Wissensaustausch. Über Podcasts, Online-Formate, Workshops und thematische Ressourcen teilen Mitglieder ihre Erfahrungen, Best Practices und individuellen Karrierewege. Mitgliedschaftsverzeichnisse unterstützen zudem dabei, fachliche Expertise sichtbar zu machen und Frauen gezielt als Sprecherinnen und Expertinnen in der Branche zu positionieren.

Darüber hinaus versteht sich Women in BIM als Sprachrohr für Frauen im digitalen Bauwesen. Von der Nachwuchsförderung bis hin zu Führungs- und Expertenrollen wird Sichtbarkeit als zentraler Hebel für Karriereentwicklung und als wichtiger Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der gesamten Branche verstanden.

Women in BIM schließt eine reale Lücke im digitalen Bauwesen. Die Community verbindet Sichtbarkeit, Förderung und fachlichen Austausch mit konkreten Angeboten und internationaler Reichweite. Sie zeigt, dass Diversität kein Selbstzweck ist, sondern ein struktureller Erfolgsfaktor für die Weiterentwicklung von BIM und digitalen Bauprozessen.

Im Auftrag von:

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