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Der BIM Deutschland Beirat stellt sich vor: drei Fragen an Gabriele Willems

Newsletter Ausgabe 03/2025

 

Der Beirat berät das Kompetenzzentrum BIM Deutschland bei fachlichen Fragestellungen und fungiert als Schnittstelle zwischen Baupraxis und Politik. Im Beirat sind alle relevanten Rollen der Wertschöpfungskette Bau vertreten. Durch die weitreichende und exzellente Praxiserfahrung seiner Mitglieder unterstützt der Beirat die Implementierung der Digitalisierung im Bauwesen und ist ein wichtiger Impulsgeber. 

Weitere Informationen zum Beirat und seinen Mitgliedern finden Sie hier

Welche Rolle spielt der Beirat von BIM Deutschland? In unserem Newsletter geben Beiratsmitglieder in Kurzinterviews Einblicke in Arbeitsweise und Funktion des Gremiums. In dieser Ausgabe sprechen wir mit Gabriele Willems, die im Beirat von BIM Deutschland den Fachbereich des öffentlichen Hochbaus der Länder vertritt.

Steckbrief

Name: Gabriele Willems

Position: Geschäftsführerin des Bau- und Liegenschaftsbetriebs Nordrhein-Westfalen (BLB NRW)

Rolle im Beirat: Vertreterin des staatlichen Hochbaus der Länder

Beiratsmitglied seit: 2021

  • Frau Willems, als Geschäftsführerin des Bau- und LiegenschaftsbetriebsNordrhein-Westfalen (BLB NRW) bringen Sie umfangreiche praktische Expertise für den Bereich des öffentlichen Hochbaus der Länder im BIM-Beirat mit. Welche Herausforderungen begegnen Ihnen besonders häufig bei der Implementierung von BIM?

    Die Vorteile von BIM, vor allem in Bezug auf den Gesamtlebenszyklus, werden immer noch nicht genügend priorisiert. Gerade als Bestandshalter, der nachhaltig Immobilien bewirtschaften und langfristig auch graue Energie nutzen will, gibt es hierauf einen besonderen Fokus. BIM ist generell noch nicht überall angekommen – viele Anbieter tun sich schwer mit BIM bzw. haben diesbezüglich keine oder nur bedingte Kompetenzen. Leider reduziert man BIM auch sehr häufig nur auf das Thema 3D-Planung – das ist eindeutig zu wenig.

     

  • Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb Nordrhein-Westfalen hat den BIM-Methodenbaukasten als Regelwerk entwickelt, welcher bei der BIM-Anwendung helfen soll. Welches Potenzial bietet dieses Instrument für den Bestandsbau? 

    Der BIM-Methodenbaukasten wurde entwickelt, um die Niederlassungen des BLB NRW bei der Erstellung einer bedarfsgerechten Leistungsbeschreibung für die Ausschreibung einer digitalen Bestandserfassung zu unterstützen. Hierzu gibt der BIM-Methodenbaukasten Hilfestellungen. So wird eine strukturierte, optimierte, systematische, wirtschaftliche und individuell auf die Maßnahme zugeschnittene Vorgehensweise bei der Auswahl der geeigneten Methoden für die Datenaufnahme sowie der Datenverarbeitung ermöglicht.

     

  • Der Beirat von BIM Deutschland hat in seinem Positionspapier neun zentrale Handlungsfelder für die Digitalisierung im Bauwesen identifiziert, darunter die Verstetigung der Initiative BIM Deutschland, die Integration von KI und Automatisierung im Bauwesen sowie die Digitalisierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette Bau. Welches dieser Ziele halten Sie für besonders dringlich für den öffentlichen Hochbau?

    Für mich ist aus den oben genannten Gründen die Digitalisierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette das wichtigste Thema. Wir müssen schon bei der ersten Idee des Gebäudes den Betrieb, die Instandhaltung, aber auch den ressourcenschonenden Rückbau im Auge haben. Das ist nur mit einer entsprechenden Datentransparenz möglich.

     

Wir danken Frau Willems für das Gespräch und die fachlichen Einblicke in die Verbindung von Baustoffen und Bauprodukten und BIM.

Die im Interview geäußerten Einschätzungen und Aussagen geben die persönliche fachliche Position des Interviewpartners wieder. Für die Inhalte ihrer Antworten ist Frau Willems verantwortlich.

Im Auftrag von:

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