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Das Haus des Wissens in Bochum: BIM-basierter Umbau zum Ort der Begegnung und des Lernens

Viele Jahre stand der eindrucksvolle Ziegelbau in der Bochumer Innenstadt leer – nun wird das fast 100 Jahre alte rote Backsteingebäude, in dem früher die Post aufzufinden war, in das „Haus des Wissens“ umgebaut. Als Ort der Begegnung und des lebenslangen Lernens soll das Gebäude so eine neue Funktion erhalten. BIM spielt dabei eine zentrale Rolle – nicht nur in der Planung, sondern auch in der Steuerung und Kommunikation des komplexen Umbaus.

 

Das Haus des Wissens ist ein zukunftsweisendes Stadtentwicklungsprojekt der Stadt Bochum, die dieses als Bauherr betreut. Auf einer Fläche von rund 11.400 qm, die sich aus dem bestehenden Gebäude (ca. 6.000 qm) sowie dem Innenhof zusammensetzt, sollen die Stadtbibliothek, die Volkshochschule sowie der Hochschulverbund UniverCity Bochum in einem Gebäude vereint werden. Das Projekt wird mit 7,85 Millionen Euro durch das Programm „Nationale Projekte des Städtebaus“ gefördert und ist damit eine wichtige Komponente des Smart City Konzepts der Stadt Bochum. Ziel ist es, mit dem Projekte zur urbanen Erneuerung und Belebung des Stadtzentrums beizutragen.

 

Digital geplant, koordiniert und gesteuert

Der Umbau eines denkmalgeschützten Bestandsgebäudes stellt hohe Anforderungen an alle Beteiligten – insbesondere in Hinblick auf Bestandserfassung, Koordination und Schnittstellenmanagement. Genau hier setzt der Einsatz von BIM an.

 

Frage 1: „Wie unterstützt BIM die Bestandserfassung und Planung beim Umbau eines denkmalgeschützten Gebäudes im städtischen Kontext?“

 

Koordinierte Zusammenarbeit durch BIM

An dem Projekt sind verschiedenste Träger beteiligt: die Zentralen Dienste der Stadt sind mit der Projektleitung betraut. Die Planung des Projekts umfasst Architektur, Innenarchitektur und Freianlagen. Zusätzlich ist eine Projektsteuerung eingebunden, die gemeinsam mit einem BIM-Management-Team die digitale Koordination übernimmt. Zu den Aufgaben gehören die Erstellung von Auftraggeber-Informationsanforderungen (AIA) und des BIM-Abwicklungsplans (BAP) die Durchführung von Workshops mit allen Fachdisziplinen sowie die Koordination der modellbasierten Planung. 

 

Frage 2: „Welche Vorteile bietet die Zusammenarbeit auf Grundlage digitaler Bauwerksmodelle für die Koordination zahlreicher Fachdisziplinen und Institutionen?“

 

BIM für lebenszyklusorientiertes Bauen

Mit der modellbasierten Planung werden nicht nur Planungs- und Bauprozesse effizienter gestaltet – auch die spätere Nutzung des Gebäudes kann digital vorbereitet werden. So lassen sich Wartungszyklen, Umnutzungsmöglichkeiten oder Rückbauszenarien frühzeitig simulieren. 

 

Frage 3: „Wie lässt sich BIM mit den gewonnenen Erkenntnissen über die Bauphase hinaus einsetzen, um Betrieb, Wartung und mögliche Umnutzung des Gebäudes digital zu begleiten?

 

Die Baufertigstellung ist für 2027 geplant. Aktuell befindet sich das Projekt in der Rohbauphase, nachdem bereits umfangreiche Sanierungsarbeiten am Gebäude abgeschlossen wurden.
 

Im Auftrag von:

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