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BIM-Portal-Release für August 2026
Einfachere AIA-Bearbeitung, präzisere IFC-Zuordnung und zentrale Benachrichtigungen

Stand 26.08.2026

 

Mit dem Release für August erhält das BIM-Portal mehrere fachliche Verbesserungen. Die Änderungen erleichtern die Bearbeitung von Informationsanforderungen, vereinheitlichen Darstellungen und verbessern die Zuordnung von Daten. Nachfolgend möchten wir Ihnen die Änderungen im Detail vorstellen.

 

CR-5605: CR4.6c-002 Änderung der Sichtbarkeit vereinfachen – Teil 2 (Sichtbarkeit für eine AIA ändern)

Aktueller Stand
Wenn die Sichtbarkeit eines AIA-Informationselements geändert werden soll, muss aktuell immer eine neue Version bzw. Revision angelegt und der vollständige Änderungs- und Prüfprozess durchlaufen werden. Dieser Prozess ist für eine reine Sichtbarkeitsänderung unverhältnismäßig aufwändig und verzögert die zeitnahe Bereitstellung von Informationselementen für einen erweiterten Nutzerkreis.


Änderung
Mit CR-5605 wird die vereinfachte Änderung der Sichtbarkeit für alle AIA-Informationselemente umgesetzt. In der Detailansicht eines veröffentlichten AIA-Informationselements wird ein Button „Sichtbarkeit ändern“ hinzugefügt, der nur für Genehmiger der besitzenden Organisation sichtbar ist. Über diesen Button öffnet sich ein modaler Dialog analog zur bestehenden Sichtbarkeitsfestlegung bei der Veröffentlichung. Wählt der Genehmiger eine erweiterte Sichtbarkeit, wird diese direkt auf die aktuelle Version angewendet, ohne dass eine neue Version angelegt oder Benachrichtigungen versendet werden; in der Historie wird lediglich dokumentiert, welcher Genehmiger die Sichtbarkeit geändert hat. Wählt der Genehmiger eine geringere Sichtbarkeit, wird automatisiert eine neue Version erzeugt, indem die Statusschritte „In Erstellung“, „In Vorprüfung“, „In Prüfung“, „Angenommen“ (mit Erhöhung der Versionsnummer, Revision auf 1, Build auf 0) und „Veröffentlicht“ (mit der gewählten Sichtbarkeit) sequenziell durchlaufen werden; Benachrichtigungen werden ausschließlich analog zur normalen Veröffentlichung erzeugt, nicht für die einzelnen Zwischenschritte. Wird die Sichtbarkeit einer Kontextinformation (AIA-K) verändert, werden die zugehörigen Kontextfilter des Merkmalsmoduls automatisch synchronisiert. Die Änderung wirkt sich direkt auf die aufrufende Detailseite aus.


CR-5918: Mehrfachauswahl beim Hinzufügen von Informationselementen im AIA-Editor

Aktueller Stand
Bei der Erstellung von AIA-V, AIA-VP, AIA-F und AIA-P können im AIA-Editor LOIN, AIA-F und AIA-V über einen modalen Dialog hinzugefügt werden. Nach dem Klick auf „Hinzufügen“ wird der Dialog jedoch geschlossen, sodass er für jedes weitere Element erneut geöffnet werden muss. Das Hinzufügen mehrerer Informationselemente ist dadurch umständlich und zeitaufwändig.


Änderung
Mit CR-5918 wird der modale Dialog zum Hinzufügen von Informationselementen um eine Mehrfachauswahl erweitert, sodass mehrere Elemente in einem Vorgang ausgewählt und übernommen werden können. Der bisherige Button „Hinzufügen“ wird durch einen Button „Auswählen“ ersetzt, mit dem ein Informationselement für das Einfügen vorgemerkt wird; die Beschriftung wechselt daraufhin zu „Entfernen“, worüber die Vormerkung wieder aufgehoben werden kann. Bei LOIN und Fachmodellen wird der Button „Auswählen“ nur angezeigt, solange das Element nicht bereits vorgemerkt oder dem bearbeiteten Element zugeordnet ist, sodass Doppelauswahlen verhindert werden. Über den Button „Auswahl übernehmen“ werden alle vorgemerkten Elemente – jeweils inklusive ihrer vollständigen Kapitelstruktur mit Unterkapiteln und enthaltenen Fachmodellen – in der Reihenfolge ihrer Anzeige im Auswahlbereich in das aktuell bearbeitete Informationselement eingefügt und der Dialog geschlossen. Die Buttons „Abbrechen“ und „X“ (oben rechts) schließen den Dialog, ohne die aktuelle Auswahl zu übernehmen. Die Umsetzung erfolgt im bestehenden Design; die barrierefreie Überarbeitung des Dialogs erfolgt im Rahmen des Redesigns.


CR-8733: Deutsche Übersetzungen für IFC-Klassen anzeigen

Aktueller Stand
Für IFC-Klassen wird beim Mapping von LOINs derzeit ausschließlich der technische Name der IFC-Klasse angezeigt, beispielsweise „IfcActor“. Eine deutschsprachige Bezeichnung, die insbesondere weniger IFC-affinen Benutzern die Auswahl der zutreffenden Klasse erleichtern würde, steht weder im Erstellprozess einer LOIN noch in deren Detailansicht zur Verfügung.


Änderung
Mit CR-8733 wird die Anzeige der IFC-Klassen um die deutsche Übersetzung ergänzt, sofern eine solche vorliegt. Im Erstellprozess einer LOIN wird bei der Auswahl der IFC-Klasse die deutsche Bezeichnung in Klammern hinter dem IFC-Klassennamen angezeigt (z. B. „IfcActor (Akteur)“); ebenso wird sie in der Detailansicht der LOIN dargestellt. Beim Export einer LOIN wird die deutsche Bezeichnung nicht mit ausgegeben. Die Übersetzungen stammen aus der offiziellen Dokumentation des IFC4.2-Standards; das PO-Team stellt sie in Form einer Java-Klasse bereit, die die Software-Entwicklung in den Quellcode des BIM-Portals integriert. Da die deutschen Übersetzungen der IFC-Klassen seit IFC4.3 nicht mehr Bestandteil der offiziellen IFC-Dokumentation sind, sondern perspektivisch über das buildingSMART Data Dictionary (bSDD) bereitgestellt werden, soll das bSDD zukünftig als weitere Übersetzungsquelle herangezogen werden.


CR-6472: Benachrichtigungen für alle Module gebündelt ein- und ausschalten

Aktueller Stand
In den Benachrichtigungseinstellungen ist es aktuell nicht möglich, alle Benachrichtigungen für sämtliche Module mit einem Klick gemeinsam ein- oder auszuschalten. Um den Versand vollständig zu deaktivieren, müssen die modulspezifischen Benachrichtigungen einzeln angepasst und beim erneuten Aktivieren manuell wiederhergestellt werden.


Änderung
Mit CR-6472 wird die Seite „Benachrichtigungseinstellungen“ um einen eigenen Bereich „Benachrichtigungen“ erweitert, über den sich alle modulspezifischen Benachrichtigungen gebündelt steuern lassen. Der Bereich enthält eine Checkbox mit dem Text „Ich möchte modulspezifische Benachrichtigungen vom BIM-Portal per E-Mail erhalten.“, die sich – analog zum Bereich „Rundschreiben“ – erst nach Klick auf den Button „Bearbeiten“ selektieren oder deselektieren lässt; initial sind Benachrichtigungen aktiviert. Über die Buttons „Speichern“ und „Abbrechen“ wird die Auswahl übernommen bzw. verworfen und der vorherige Zustand wiederhergestellt. Beim Speichern einer aktivierten Einstellung werden der Versand von Benachrichtigungen aktiviert, der darunterliegende Bereich „Modulspezifische Benachrichtigungseinstellungen“ eingeblendet und die zuletzt gespeicherten modulspezifischen Einstellungen wiederhergestellt; beim Speichern einer deaktivierten Einstellung wird der Versand deaktiviert, der Bereich ausgeblendet und die aktuellen modulspezifischen Einstellungen zuvor gespeichert, sodass sie bei einer späteren Reaktivierung erneut zur Verfügung stehen. Rundschreiben sind von dieser Einstellung nicht betroffen. Die Umsetzung erfolgt im bestehenden Design; die barrierefreie Überarbeitung erfolgt im Rahmen des Redesigns des BIM-Portals.


CR-9531: Veröffentlichung importierter Merkmale und Merkmalsgruppen ermöglichen, die von anderen Organisationen referenziert werden

Aktueller Stand
Öffentliche Merkmale und Merkmalsgruppen können von anderen Organisationen referenziert und in deren Merkmalsgruppen eingebunden werden. Wird ein importiertes Merkmal auf diese Weise organisationsübergreifend verwendet, ist die Veröffentlichung einer neuen Version dieses Merkmals aktuell nicht möglich, da die Prüfung auf Veröffentlichbarkeit an der Referenzierung durch eine andere Organisation scheitert. Dieses Verhalten verhindert die reguläre Weiterpflege importierter Merkmalskataloge.


Änderung
Mit CR-9531 wird die Prüfung vor der Veröffentlichung von Merkmalen und Merkmalsgruppen so angepasst, dass indirekt betroffene Elterngruppen aus anderen Organisationen die Veröffentlichung nicht länger blockieren. Vor der Veröffentlichung werden die direkt ausgewählten Merkmale und Merkmalsgruppen weiterhin daraufhin geprüft, ob sie im Status „Angenommen“ vorliegen (andernfalls Meldung „Falscher Status: <STATUS>“) und ob der aktive Merkmalsgenehmiger für sie eingetragen ist (andernfalls Meldung „Falscher Genehmiger: <NAME, VORNAME (GENEHMIGER)>“); Elterngruppen, die einem anderen Genehmiger zugeordnet sind, dürfen dabei weiterhin in einer neuen Version mitveröffentlicht werden. Indirekt betroffene Elterngruppen aus anderen Organisationen sowie Elterngruppen der eigenen Organisation in dem Status „Aussortiert“ oder „Abgelehnt“ werden bei der Veröffentlichung nicht geprüft und nicht veröffentlicht; sonstige indirekt betroffene Elterngruppen der eigenen Organisation müssen im Status „Angenommen“, „Veröffentlicht“ oder „Veraltet“ vorliegen. Die Prüfergebnisse werden dem Benutzer in zwei Listen dargestellt: Liste 1 führt die veröffentlichbaren direkt ausgewählten Elemente sowie die veröffentlichbaren indirekt betroffenen Elterngruppen der eigenen Organisation auf, Liste 2 die nicht veröffentlichbaren Elemente, jeweils mit der zugehörigen Meldung in Klammern hinter dem Namen. Über den Button „Bestätigen“ werden die Elemente aus Liste 1 veröffentlicht, die aus Liste 2 hingegen nicht; der Button „Abbrechen“ bricht den Vorgang ohne Veröffentlichung ab und leitet den Benutzer zur Merkmale-Bearbeiten-Seite weiter. Damit können importierte Merkmalskataloge auch dann in neuen Versionen veröffentlicht werden, wenn ihre Elemente von anderen Organisationen referenziert werden.


CR-5715: Vordefinierte Datentypen für Merkmale und Mapping auf IFC

Aktueller Stand
Bei der Erstellung oder beim Import eines Merkmals müssen aktuell eine physikalische Größe und ein Datentyp angegeben werden. Die physikalische Größe wird als Freitext ohne vordefinierte Werte erfasst; beim Datentyp werden einige Werte vorgeschlagen, es kann jedoch ebenfalls ein Freitext eingegeben werden. Das Mapping auf IFC ist stark eingeschränkt: Über den Datentyp wird der IFC/IDS-Datentyp anhand eines festen Mappings bestimmt (z. B. „boolean“ → IfcBoolean, „integer“ → IfcInteger, „real“ → IfcReal, alle übrigen → IfcLabel), sodass eine genauere Bestimmung – etwa auf eine Längenangabe (IfcLengthMeasure) – nicht möglich ist. Zudem suggeriert der Datentyp „enumerated“ fälschlich, dass nur bei diesem Datentyp mögliche Werte vorgegeben werden könnten, obwohl dies unabhängig vom Datentyp möglich ist.


Änderung
Mit CR-5715 wird die Datentypangabe für Merkmale grundlegend überarbeitet und um eine Auswahl vordefinierter Datentypen sowie ein schemaspezifisches IFC-Mapping erweitert. Über das neue Feld „Art der Eingabe“ wählt der Benutzer, ob er einen „Vordefinierten Datentyp“ oder einen „Benutzerdefinierten Datentyp“ erfassen möchte. Bei einem vordefinierten Datentyp stehen alle von der IFC-Klasse „IfcValue“ abgeleiteten IFC-Typen (insgesamt 111 Datentypen über die Schemas IFC2x3, IFC4 und IFC4.3) über ein Dropdown mit Suchfunktion zur Verfügung, wobei die physikalischen Eigenschaften und Vorgaben zur digitalen Verarbeitung – soweit spezifiziert – automatisch übernommen und schreibgeschützt angezeigt werden; bei einem benutzerdefinierten Datentyp gibt der Benutzer sämtliche Werte selbst ein. Das bisherige Feld „Datentyp“ wird in das Feld „Basisdatentyp“ überführt, das eine feste Auswahl der Datentypen REAL, INTEGER, STRING, BOOLEAN, LOGICAL, COMPLEX NUMBER, COMPOUND PLANE ANGLE und BINARY bietet und die datentypspezifische Abfrage der weiteren Eigenschaften steuert. Ergänzend wird eine „IFC-Zuordnung“ eingeführt, über die je IFC-Schema (IFC2x3, IFC4, IFC4.3) der Ziel-IFC-Typ (Subtyp von „IfcValue“) festgelegt wird; bei vordefinierten Datentypen ist diese Zuordnung vorgegeben, andernfalls auf die zum gewählten Basisdatentyp passenden IFC-Typen eingeschränkt. Der Datentyp „enumerated“ entfällt; im Wizard-Schritt „Mögliche Werte“ wird anhand des Basisdatentyps geprüft, dass nur zulässige Werte eingegeben werden. Oberfläche, XML-Schema und REST-API des BIM-Portals werden entsprechend angepasst, um vordefinierte Datentypen erstellen, anzeigen, importieren und exportieren zu können, wobei sowohl das bisherige als auch das neue Merkmal-XML-Format unterstützt werden. Bestandsdaten werden beim Deployment in benutzerdefinierte Datentypen migriert, indem der bisherige Datentyp „case-insensitive“ auf den jeweiligen Basisdatentyp und die IFC-Zuordnung abgebildet wird und vorhandene Angaben zu Dimension, Einheit, Grenzwerten, Messverfahren und Textformat erhalten bleiben.
 

Im Auftrag von:

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