Newsletter Ausgabe 09/2026
Leistungsfähige Straßen, Schienen und Wasserstraßen brauchen eine solide, tragfähige Basis. Der Einsatz der BIM-Methode in der Geotechnik macht Daten zum Untergrund durchgängig digital verfügbar und insbesondere in 3D-Modellen unmittelbar für die digitale Planung, den Bau und den Betrieb nutzbar.
Doch wo steht BIM in der Geotechnik aktuell? Welche Fortschritte und Erfahrungen wurden in den vergangenen zwei Jahren erzielt? Wo liegen zentrale Herausforderungen? Wie können diese gemeistert werden?
Das BMV-Fachforum „BIM in der Geotechnik“ vom 9. Juni 2026 adressierte 300 Teilnehmende online und 90 vor Ort in Berlin mit diesen Fragestellungen, bot konkrete Einblicke in Projekte und Erfahrungen, gab die Möglichkeit zum Austausch und legte die Grundlagen für das weitere Vorgehen bei der Integration geotechnischer Daten in Bauwerksmodelle.
Der Plenums-Teil am Vormittag wurde hybrid – vor Ort im BMV in Berlin und online – durchgeführt. Die drei thematischen Workshops am Nachmittag fanden ausschließlich vor Ort statt.
Ergebnisse des Plenums am Vormittag
Durch die Fachbeiträge am Vormittag wurde deutlich, dass die fachlichen Grundlagen für den BIM-Einsatz in der Geotechnik bereits in vielen Bereichen vorhanden sind. Mit dem Semantischen Objektmodell der Deutschen Bahn in Version 2.1, den Empfehlungen des DGGT-Arbeitskreises 2.14 sowie dem in Entwicklung befindlichen Objektkatalog der Bundesfernstraße und der Wasserstraße existieren bereits wichtige Bausteine für standardisierte Objekte, Merkmale und perspektivisch auch normierte Wertebereiche. Der nächste Entwicklungsschritt besteht nun darin, diese bislang verkehrsträgerspezifischen Ansätze stärker zu harmonisieren, eine gemeinsame fachliche Sprache zu etablieren und geotechnische Informationen als durchgängigen, qualitätsgesicherten Datenbestand für Planung, Bau, Betrieb und Digitale Zwillinge nutzbar zu machen.
Die Fachgemeinde identifizierte insbesondere Handlungsbedarf bei der Standardisierung von Informationsmodellen, der Definition von Anwendungsfällen, der Governance von Daten sowie beim verkehrsträgerübergreifenden Austausch zwischen Verwaltung, Forschung, Softwareentwicklung und Praxis.



