Newsletter Ausgabe 06/2026
Die Integration der BIM-Methode in die Brandschutzplanung ermöglicht eine modellbasierte Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten. Durch ein informationstragendes, dreidimensionales Gebäudemodell werden Brandschutzanforderungen direkt digital verknüpft. Dies stellt sicher, dass lebensrettende Sicherheitskonzepte fehlerfrei geplant, Konflikte bei Rettungswegen vermieden und sicherheitskritische Anlagen (wie z. B. Sprinkler oder Brandmelder) über den gesamten späteren Gebäubetrieb hinweg lückenlos überwacht und zuverlässig gewartet werden können.
Für eine moderne, digitale Planungskultur ist es essenziell, die komplexen technischen Wechselwirkung und regulatorischen Rahmenbedingungen, wie die Einhaltung der Landesbauordnungen (LBO) und der Verwaltungsvorschriften Technische Baubestimmungen, von Anfang an datentechnisch im Modell abzubilden. Wichtige Impulse für diese Standardisierung kommen aus der Verbandsarbeit: Die offizielle Fachgruppe „Brandschutz mit BIM“ von buildingSMART Deutschland treibt die methodische Entwicklung in Kooperation mit dem VDI (unter der Richtlinienreihe VDI 2552 Blatt 11.6) aktiv voran. Ein Ergebnis solcher Initiativen ist das Whitepaper „BIM im Brandschutz“, das als strategische Grundlage dient, um brandschutztechnische Belange, Datenstrukturen und modellbasierte Workflows einheitlich zu definieren.
Zudem wurde ein Katalog für brandschutzrelevante Klassen und Merkmale auf dem buildingSMART Data Dictionary (bSDD) erstellt.
Eine Aufzeichnung der Vorstellung des Katalogs in englischer Sprache ist unter folgendem Link hinterlegt:


