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BIM-basierte Prüfung und Genehmigung von Eisenbahnstrecken unter Einsatz von KI
Projekt proof2BIM

Newsletter Ausgabe 06/2026

 

Planungs-, Prüf- und Genehmigungsprozesse im Schieneninfrastrukturbau basieren derzeit auf umfangreichen Dokumentationen, zahlreichen Planunterlagen und manuellen Abstimmungen. Bei komplexen Infrastrukturvorhaben führt dies zu einem hohen Aufwand während der fachlichen Prüfung und Freigabe. Das vom Bundesministerium für Verkehr (BMV) im Rahmen des Programms mFUND geförderte Forschungsprojekt proof2BIM untersucht Methoden, um diese Abläufe digital weiterzuentwickeln.

 

Automatisierte Modellgenerierung und offene Standards 

Projektziel ist der Aufbau einer offenen BIM-Datenplattform. Diese Plattform ermöglicht es, bestehende 2D-Planunterlagen teilautomatisiert in digitale 3D-Bauwerksmodelle zu überführen. Auf dieser Grundlage werden Planungs- und Prüfinformationen strukturiert bereitgestellt. Um den Informationsaustausch zwischen den beteiligten Akteuren aus Planung, Prüfung und Freigabe medienbruchfrei zu gestalten, kommen die offenen Datenaustauschstandards Industry Foundation Classes (IFC) und BIM Collaboration Format (BCF) zum Einsatz. Es wird ein bidirektionaler Workflow etabliert, der automatisierte Rückmeldungen, Änderungsprozesse und die Kommunikation in Echtzeit unterstützt. 

Bildnachweis: © Furrer + Frey Deutschland GmbH

KI-gestützte Analyse und Sprachagenten 

Ein Schwerpunkt liegt auf dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) zur Analyse der technischen Planungsdaten. Digitale Prüfmechanismen werten Informationen automatisiert aus, machen fachliche Zusammenhänge sichtbar und identifizieren Konflikte frühzeitig. Im Rahmen des methodischen Vorgehens wird zudem ein KI-Sprachagent am Industry Foundation Classes (IFC)-Modell getestet und implementiert. Die Technologie ermöglicht die Abfrage des Modells in natürlicher Sprache, das Erzeugen automatischer Modellbeschreibungen sowie das Generieren modellbasierter Prüfhinweise. Das System deckt dabei spezifische Prüfschritte ab, wie die Vollständigkeitsprüfung der Daten sowie die Qualitätsprüfung der Oberleitung. 

Die Projektergebnisse werden praxisnah aufbereitet und in Form von Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Demonstratoren und frei zugänglichen Algorithmen dokumentiert. Nach Laufzeitende soll die Rolle eines digitalen Qualitätsmanagers als zentrale Anlaufstelle im Projektmanagement dazu beitragen, Genehmigungsprozesse für alle Prüfbeteiligten zu beschleunigen. 

Die Präsentation zum Projektauftakt finden sie hier.

Im Auftrag von:

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