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BIM und der Leitfaden Geodäsie

Welche Rolle spielt die Geodäsie für BIM in der Bauwirtschaft? Wann kommen Geoinformationssysteme in BIM-Prozessen zum Einsatz? Der Leitfaden Geodäsie und BIM ist ein Lehr- und Nachschlagewerk für solche Fragen. Mit Projektvorstellungen und konkreten Lösungen für Probleme bietet der Leitfaden hilfreiche Impulse für die Praxis.

Wie in der Bauwirtschaft, werden auch in der Geodäsie Umgebungen inzwischen zwei- und dreidimensional erfasst, verarbeitet und bereitgestellt. Im BIM-Kontext spielt die Geodäsie eine zentrale Rolle, vor allem bei der Bereitstellung essenzieller Planungsgrundlagen wie offiziellen Lage- und Bauleitplänen. Sie ist ebenfalls entscheidend für die Modellierung von Infrastrukturprojekten, bei denen die Erdkrümmung im digitalen Modell berücksichtigt ist, sowie für die Einbindung von BIM-Modellen in 3D-Stadtmodelle für Simulationen und Visualisierungen.

Der „Leitfaden Geodäsie und BIM“ wird von der Gesellschaft für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement (DVW e. V.) und dem Runder Tisch GIS e. V.  herausgegeben und jährlich aktualisiert. Er richtet sich an Fachkräfte im Vermessungs- und Bauingenieurwesen, Geodaten- und BIM-Management, BIM-Koordination sowie Planung in Unternehmen und Behörden. Ziel ist es, praxisnahe Informationen zu Chancen, Herausforderungen und Lösungen rund um BIM in der Geodäsie zu bieten und die Schnittmenge zwischen Geodäsie und BIM-Prozessen in der Bauwirtschaft darzustellen.

Diese Schwerpunkte beinhaltet der Leitfaden:

  1. BIM und die Ingenieurgeodäsie: Wie wirkt sich BIM auf Aufgaben wie Bestandsdokumentation, Absteckung sowie Monitoring aus? Welche Herausforderungen entstehen für Geodätinnen und Geodäten während der Planung, der Entwurfsphase, der Bauausführung und dem Betrieb von Bauwerken?
  2. GIS und BIM: Wie lassen sich Bauwerksmodelle effektiv mit Geobasisdaten wie Liegenschaftskataster, Gelände-, Landschafts- sowie 3D-Stadtmodellen (GIS) kombinieren und nutzen?
  3. Geodätische Datenerfassung für BIM: Wie lassen sich die Sensordaten von Laserscannern, Totalstationen und UAVs (Unmanned Aerial Vehicle) in BIM für eine umfassende Datenerfassung integrieren?
  4. BIM im Vermessungsbüro: Welche neuen Möglichkeiten bietet die BIM-Methode?

Weitere Abschnitte des Leitfadens geben einen Überblick zu geodäsiebezogenen BIM-Grundlagen und stellen einen Vergleich der digitalen Modelle der bebauten Umwelt aus CAD, BIM und GIS her. Zusätzlich erläutert der Leitfaden die grundlegenden Konzepte von BIM in der Ingenieurvermessung und beleuchtet rechtliche Aspekte. Ein im Jahr 2023 neu eingeführter Abschnitt, der sich mit Geodäsie und BIM befasst, beleuchtet zukunftsorientierte Konzepte: den Einsatz von 3D-Lageplänen für Baugenehmigungsverfahren und die Nutzung von verknüpften Datencontainern zur Förderung der Zusammenarbeit.

 

Konkrete Praxiseinblicke und wertvolle Tipps

Der Leitfaden befasst sich mit folgenden Herausforderungen:

  • Bestandsdaten in BIM-Projekte mit einem Laserscan effektiv überführen
  • Der Vorteil beim Einsatz von 3D-CityGML-Stadtmodellen als Planungsinstrument für BIM-Infrastrukturprojekte
  • Interdisziplinäre Ansätze für Hoch- und Tiefbau von BIM Hamburg

Best-Practice-Beispiele aus den Bereichen „BIM in der Ingenieurvermessung“, „Integration von BIM und GIS“ und „BIM – Prozesse und Management“ ergänzen den Blick in die Praxis.

Darüber hinaus gibt der Leitfaden konkrete Hilfestellungen bei Herausforderungen sowie einen Überblick über Software und Dienstleistungen rund um BIM in der Geodäsie. Als Nachschlagewerk gibt er den aktuellen Entwicklungsstand wieder.

Sie möchten den Leitfaden als Nachschlagewerk nutzen? Auf www.dvw.de können Sie ihn direkt herunterladen.

 

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